Interessen­gemeinschaft Geodäsie

Statusbericht

Die Präsidenten der Mitgliedsverbände der InteressenGemeinschaft Geodäsie (IGG) haben sich zur inzwischen 10. Jahresklausurtagung am 25./26. Januar 2019 in Papenburg getroffen. Allseitig wurde die bisherige Zusammenarbeit als Erfolg für die gemeinschaftliche Ausrichtung der geo­dätischen Profession gewertet. Die Positionspapiere zur Grundsteuerreform, zur Digitalisierung oder zur Beibehaltung des technischen Referendariats stehen als Beispiele dafür.

Die Nachwuchsgewinnung wird als die größte Herausforderung gesehen, der man sich zwingend gemeinschaftlich stellen muss. Aber auch für die Wahrnehmung der Geodäsie in der Ge­sell­schaft stellt die Verbandszusammenarbeit einen un­schätz­­baren Mehr­wert dar.

 

Im Einzelnen positioniert sich die IGG wie folgt

1 | Das Nachwuchsproblem stellt auf allen Ebenen eine ernst­hafte Bedrohung für eine nachhaltige geodätische Kompetenz dar. Insofern ist und bleibt die Nachwuchsgewinnung eine gemeinschaft­liche Aufgabe.

Speziell ergreift die IGG folgende Maßnahmen und stellt dafür Finanzmittel bereit:

  • Das modernisierte zentrale Internetportal www.arbeits­platz-erde.de wird in Kürze freigeschaltet. Es wird um ein Stellenportal für Auszubildende und Angebote für Praktika ergänzt.
  • Es wird geprüft, wie mit professioneller Hilfe die Reichweite in sozialen Netzwerken hinsichtlich Nachwuchsgewinnung gesteigert werden kann.
  • Es soll ein Wettbewerb für die Erstellung von Videoclips zur Nachwuchswerbung, beispielsweise bei Studierenden, ausgeschrieben werden.
  • Der von der DGK initiierte »Tag der Geodäsie« wird nach­drücklich unterstützt. Die Mitglieder der IGG-Verbände werden zu verstärkter Beteiligung aufgerufen. In Hinblick auf die Organisation wird sich die IGG mit der DGK abstimmen.

2 | Die IGG sieht Fortschritte in der öffentlichen Verfügbarkeit von Geodaten. Allerdings wird noch ein enor­mes Ver­bes­serungs­potenzial gesehen. In Sachen Open Data und Nut­zungs­­bedingungen liegen die Argu­mente seit Jahren auf dem Tisch. Die IGG sieht eine große Gefahr für die Wahr­nehmung geodätischer Kompetenz in der Gesellschaft, wenn es nicht zeitnah zu einer Auflösung der Konflikte kommt. Die IGG wird diesbezüglich auf die verschiedenen Gremien zugehen. Födera­lismus ist auch Aufforderung zur Einigung!

3 | Die IGG wird auf Basis des gesammelten Fachwissens in den Verbänden zum Building Information Mo­deling (BIM) Positionen zur Einbringung geodätischer Kompetenz in den BIM-Prozess erarbei­ten.

4 | Die GEODÄSIE-AKADEMIE als gemeinschaftliche Plattform mit einheitlichem Preisniveau für alle Verbändemitglieder und einer übersichtlichen Zusammenstellung aller Fort- und Weiterbildungs­angebote wird als Mehrwert gesehen. Die IGG wird diese deshalb als Label führen, sieht aber keinen zusätzlichen Vorteil in einer gemeinsamen Gesell­schaft. Die enge Zusammenarbeit wird fortgeführt. Die fachliche Zu­ständigkeit für die Ausrichtung von Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen ver­bleibt bei den je­wei­ligen Vereinen.

Papenburg, den 26. Januar 2019

 

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Wilfried Grunau
Präsident VDV e.V.

Michael Zurhorst
Präsident BDVI e.V.

Prof. Dr. Hansjörg Kutterer
Präsident DWV e.V.