Alles FORUM, oder was?!?

Interview mit Nolte Kommunikation

Seit 18 Jahren wird das FORUM in seiner jetzigen Form von der Agentur Nolte Kommunikation betreut. Doch was genau macht eine Agentur im Produktionsprozess einer Zeitschrift? Wo sind Brüche, wo Hindernisse? Und wie ist die Zusammenarbeit mit Schriftleitung, Redaktion oder Gastautoren zu bewerten? Fast unmittelbar vor Redaktionsschluss trifft man sich zu Kaffee und Kuchen, fragt und hört zu auf der einen, beantwortet auf der anderen Seite. Neu hierbei: Beide Seiten sind das FORUM.

 

FORUM | Frau Nolte, Herr Röbke, heute ist der 29. November 2018. Kurz vor Weihnachten soll das neue FORUM in den Briefkästen sein – haben wir überhaupt Zeit, dieses Gespräch zu führen?

RÖBKE | Das ist FORUM-typisch. Wir machen immer Zeitpläne, die eigentlich schon zum Zeitpunkt des Erstellens Makulatur sind, trotzdem kriegen wir das Heft aber immer pünktlich fertig. Wir liegen dieses Mal sogar sehr gut in der Zeit. Das Heft wird in knapp drei Wochen erscheinen, da haben wir noch genug Zeit, auch für das Interview.

NOLTE | Es ist ja im Grunde immer so, wenn man anfängt, ist alles im Werden begriffen, und zum jetzigen Zeitpunkt ist überhaupt nichts vorzeigbar. Und wenn man doch etwas vorzeigen würde, würde es keiner verstehen.

FORUM | Was macht die Agentur Nolte Kommunikation, wenn sie sich nicht mit dem FORUM »herumärgert«?

NOLTE | Dann kümmern wir uns um andere Kunden. Und natürlich ärgern wir uns weder mit dem FORUM noch mit anderen Kunden herum – jedenfalls meistens. Ich arbeite viel und ich arbeite gern. Für das FORUM arbeiten wir schon 18 Jahre. Aber das Schöne ist, dass in dem Projekt eigentlich ein stetiger Wandel ist, dass man relativ frei arbeiten kann, dass man ständig das Lay out neu überdenken und modifizieren kann. Und das ist das, was Spaß macht.

RÖBKE | Zum FORUM habe ich eine ganz besondere Beziehung, weil es quasi mein Eintritt in die Selbstständigkeit gewesen ist. Das FORUM war 1999 bei der Agentur, wo ich angestellt war, mein Projekt als Kundenberater. Das war die Zeit, als Herr Dr. Schwenk das Heft von Herrn Dress als Schriftleiter übernommen hatte. Und ich bin dann mit dem Projekt von der Agentur weg und habe mich damit damals selbstständig gemacht.

FORUM | Und dann haben Sie gelernt, dass es so was wie Vermesser gibt, die sich dann noch unterteilen in diejenigen mit Hoheitszeichen und diejenigen ohne Hoheitszeichen? Was passiert mit einem, wenn man in diese Welt eintaucht? Oder halten Sie so etwas auf professioneller Distanz?

NOLTE | Ich hatte versucht, irgendwie so distanziert heranzugehen wie bei anderen Kunden, aber dadurch, dass Herr Dr. Schwenk das Projekt als seine Herzensangelegenheit sah, blieb es gar nicht aus, dass man sich mit dem Thema der Zeitschrift intensiver beschäftigen musste. Herr Dr. Schwenk hat die Hürde, was die Technik oder das Thema anbetraf, relativ hoch gelegt. Also man kam da gar nicht drum herum, sich mit dem Thema zu be schäftigen, obwohl ich Designerin bin. Ich habe da doch einiges gelernt.

FORUM | Sie betreuen auch andere Verbände. Wir als BDVI sind ein relativ kleiner Verband. Wie stellt sich die Arbeit für den BDVI im Vergleich zu Ihren anderen Verbandskunden dar?

RÖBKE | Der BDVI ist, obwohl er doch relativ klein ist und relativ wenige Mitglieder hat, in der Kommunikation sehr professionell. Das betrifft zum einen natürlich das FORUM als Zeitschrift. So eine Zeitschrift hat kaum ein Verband dieser Größen ordnung. Auch größere übrigens oft nicht. Dann ist das ehrenamtliche Engagement sehr ausgeprägt. Eine Zeitschrift, die auf solch einem Niveau durch das Ehrenamt entsteht, sucht sicherlich ihresgleichen. Und von der wirtschaftlichen Seite hergesehen würde ich vermuten, dass es nur wenige vergleichbare Verbände gibt, die erkannt haben, wie wichtig gerade als kleine Interessensvertretung die Außendarstellung ist und entsprechend Manpower und Finanzmittel bereitstellen.

 

 

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Andreas Bandow

Dipl.-Ing. Andreas Bandow

FORUM-Schriftleitung
bandow(at)bdvi-forum.de