Abschaffung des technischen Referendariats in Thüringen

Die Abschaffung des technischen Referendariats für den höheren Ver­mes­sungs­dienst gefährdet das Eigentumssicherungssystem in Deutschland.

 

Sachstand

Gemäß Kabinettsbeschluss vom Februar 2017 soll im Freistaat Thü­ringen das Referendariat abgeschafft werden!

Nach gegenwärtigem Kenntnisstand wird die Landesregierung Thüringen die technischen Laufbahn­ausbildungen spätestens ab dem Jahr 2020 streichen und bereits jetzt werden keine Re­ferendare für diese Laufbahnen mehr eingestellt. Dieser Be­schluss ist politisch motiviert und gilt für alle Fachbereiche, nicht nur für Vermessungsreferendarinnen und Vermessungs­referendare. Die einzige bekannte Begrün­dung ist, dass die Aus­bildung für Interessenten monetär unattraktiv sei und eine gezielte Ausbildung mit reduzierten und speziellen Kenntnissen für die Qua­lifikation im jeweiligen Arbeitsbereich ausrei­chend sei. Die­se Begründung ist weder in fachlicher noch wirt­schaft­licher Hinsicht haltbar.

Alle bisherigen Versuche, die Entscheidung der Thüringer Re­gie­rung zur Abschaffung des technischen Referendariats rückgängig zu machen, sind erfolglos geblieben. Dazu Stellung ge­nommen haben u. a. der Hauptpersonalrat des Thüringer Mi­nis­­teriums für Infrastruktur und Landwirtschaft, der TBB Be­am­ten­bund und Tarifunion Thüringen, der Deutsche Verein für Vermes­sungswesen (DVW) – Gesell­schaft für Geodäsie, Geo­information und Landmanagement Landesverein Thüringen e. V., der Landes­verband der Freien Berufe Thüringen e. V., der Bund der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure e. V., der Verband Deutscher Vermessungsingenieure e. V., der Bundesverband des technischen Referendariats und weitere Betroffenenkreise. Alle sind sich darüber einig, dass die Abschaffung des techni­schen Vermessungsreferendariats nicht ziel­führend ist.

Nachfolgend fassen wir die aus den Stellungnahmen hervor­gehenden und unseres Erachtens wichtigs­ten Begründungen gegen die Abschaffung des Referendariats zusammen.

Vorab noch einmal die Argumentation der Thüringer Landes­regierung für die Abschaffung des Refe­ren­dariats basierend auf den zwei Argumenten:

  • Die Bezahlung sei unattraktiv und
  • mit »training on the job« bzw. Fortbildungen für Tarifbe­schäf­tigte sei in sechs Monaten eine Ausbildung zu erreichen, die den Anforderungen der Behörde genüge und deutlich preiswerter sei ...

 

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