70 Jahre BDVI

Am 30. April 1949 wurde der Bund der Öffentlich bestellten Vermessungs­ingenieure als Ver­tretung des Berufsstandes in Düsseldorf gegründet. Der BDVI besteht nun seit 70 Jahren. Nehmen wir es zum Anlass, auf das Jahr 1949 zurückzublicken.

Ein Zitat aus der damaligen Satzung beschreibt den Sinn des BDVI, der heute genauso gilt wie vor 70 Jahren: »Zweck des Bundes ist die Wahrung und Förderung aller Interessen der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure, Pflege des Vertrauensverhältnisses zu den Aufsichtsbehörden im Sinne der jeweils für die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure geltenden Berufsordnung und die wissenschaftliche und fachliche Förderung seiner Mitglieder und ihrer Mitarbeiter.«

 

  • Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland tritt am 23. Mai 1949 in Kraft.
  • Konrad Adenauer wird nach der Bundestagswahl erster Bundeskanzler. Er regiert mit einer Koalition aus CDU/CSU und FDP. Theodor Heuss ist erster Bundespräsident. Bonn wird als Sitz der Legislative und Exekutive festgelegt.
  • Die Konjunktur in Westdeutschland erholt sich langsam von den Kriegsjahren. Der wirtschaftliche und kulturelle Aufschwung zeigt sich in gefüllten Warenlagern.
    Der Volksrat der sowjetischen Besatzungszone verkündet die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), die damit gegründet ist. Der Kommunist Wilhelm Pieck wird Präsident der DDR.
  • Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wird in München als Dachorganisation der Einzelgewerkschaften ins Leben gerufen.
  • Nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik ist das Vermessungswesen wieder Ländersache. Um dennoch eine gewisse Einheitlichkeit der Gesetzgebung zu erzielen, wird ein Zentralausschuss der Vermessungsverwaltungen der Länder ge­gründet: die Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der BRD (AdV).
  • Die Zeitschrift für Vermessungswesen (ZfV) erscheint nach dreijähriger Pause wieder. Schriftleiter ist Prof. Dr. R. Finster­walder.
  • Die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure bilden zu­nächst in loser Form eigene Landesverbände. Diese versuchen unter Federführung der Landesverbände Hamburg und Nord­rhein-Westfalen als Berufsorganisation zunächst eine Kammer zu bilden. Als dies nicht gelingt, schließen sich die ÖbVI der britischen und amerikanischen Zone am 30. April 1949 in Düsseldorf zum Bund der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure (BDVI) zusammen. Der Bund wird in das Vereinsregister beim Amtsgericht Köln eingetragen und besteht bei seiner Gründung aus den Landesverbänden Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Schleswig-Hol­stein und Hamburg. Zu den Kollegen der französischen Zone bestehen enge Kontakte.

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Martina Wolkowa-Norda

Martina Wolkowa-Norda

BDVI-Geschäftsführerin
wolkowa-norda(at)bdvi.de