BDVI-Kongress in Lüneburg

Boing Boom Tschak

Nichts ist so beständig wie der Wandel. Wer diesen Satz in unserer heutigen Zeit noch nicht gehört hat, dem kann nur schwer geholfen werden. Der BDVI hat ihn schon vor einer Weile vernommen und zum Thema »Technologisierung, Digitalisierung, Wandel« vom 24. bis 26. Mai auf seinen Kongress nach Lüneburg geladen.

 

Wer nach wie vor »Expertise mit Siegel: ÖbVI« auf seine Fahnen schreiben will, muss sich mit diesem Thema beschäftigen –
andauernd. Genau das tut der Geodät mit seinem Schatz, den Geo­­daten, schon eine beträchtliche Zeit lang. Und so hat er nicht nur den Umgang mit Datenmodellen jeder Art im Blut, nein, auch die Zähmung im Umgang mit personengebundenen Daten, prä­zisiert durch die DSGVO, beherrscht er mittlerweile – oder nicht?

Vorerst analog geerdet begannen der BDVI und seine Gäste ihr Stelldichein zum Get-together im Außenbereich der Lüner Mühle im Herzen von Lüneburg, einer wirklich atemberaubenden nord­deutschen Altstadt. Erst bei Sonnenschein, später im Fun­keln der künstlichen Lichter wurde die Seele sehr leicht und der Griff zur digitalen Welt mittels Smartphone obsolet.

Spätestens Clemens Kiepke, Vorsitzender der Landesgruppe Nie­­dersachsen des BDVI und ÖbVI der Tagungsstadt, stellte am nächs­­ten Morgen in seinen Eröffnungsworten Kongressatmosphäre her. Mit der Katasterverwaltung im Allgemeinen und mit ALKIS® im Speziellen hat Deutschland ein weltweit aner­kann­tes System der Eigentumssicherung. Die ÖbVI, so seine Worte, beherrschen neben der rechtlichen Säule selbstredend auch die technische (digitale) Säule des Liegenschaftskatasters und die­nen somit dem hehren Gut des Grenzfriedens. Die Freude, dass er diese Aufgabe in einer der schönsten Städte Norddeutschlands wahrnehmen kann, war ihm deutlich anzumerken.

Stefan Muhle, Staatssekretär für Digitalisierung im Land Niedersachsen, hob als Folgeredner den Masterplan Digitalisierung als Rahmen einer zukünftigen Entwicklung im Land hervor. Der größten Kraftanstrengung bedarf es aber nach wie vor beim Breit­­bandausbau, um den es nach wie vor schlecht steht – bun­des­weit. Muhle plädierte für umfangreiche Förderungen.

BDVI-Präsident Michael Zurhorst wollte in seinen Kongressworten keine Verbindung von der Bargeldhörigkeit der deut­schen Bevölkerung zu ihrer digitalen Einstellung ziehen, stellte aber klar, dass Wandel oder eben Digitalisierung auch von oben befeuert werden muss. »Wir stehen als Ansprechpartner für die Politik zur Verfügung und organisieren die Handhabung umfangreicher Datenbestände.«

So stehen größtenteils digitale Daten mit Ortsbezug für die Grund­steuerreform zur Verfügung, um aus den avisierten Mo­dellen ein Ergebnis zu generieren. Medienbruchfreiheit und Interoperabilität waren für ihn die Schlagworte.

Mehr aus dem Bereich des Wandels berichtete Vladimir Tik­ho­nov von der Russischen Assoziation der Katasteringenieure. Ihm beigestellt war ein Übersetzer, der seine Sache so gut machte, dass auch hier keine Langeweile aufkam.

 

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Martin Ullner

Dipl.-Ing. Martin Ullner

FORUM-Redaktion
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