BDVI-Kongress in Bonn

Auch 2017 blieb es vom 8. bis 10. Juni bei der »Expertise mit Siegel: ÖbVI« – diesmal zum Thema »Die dritte Dimension«. Der Kongress bewegte sich weg vom flächenhaften hoheitlichen Alltagsgeschäft zum notwendigen Blick auf die Lotrechte.

 

Schon das »bewegte« Gelände der Rheinauen in Bonn und die Aus­läufer des Siebengebirges auf der anderen Seite des Rheins gaben am Donnerstag beim Get-together die Vorschau auf das Kongressthema wieder und bildeten die Bühne des Rheinterras­senabends. Ein köstliches Grillbuffet bei Sonnenuntergang und ein schon gut gefüllter Außenbereich der Lokalität erzeugten eine exzellente Stimmung. Na, wenn das so weitergeht!?

Nach der Eröffnung des Kongresses durch Rudolf Wehmeyer, Vor­sitzender der BDVI-Landesgruppe Nordrhein-Westfalen, konn­te gleich ein Schwergewicht für die ersten Grußworte gewonnen werden. Alexander Graf Lambsdorff, Vizepräsident des EU-Parlaments und FDP-Bundestagskandidat im Wahlkreis Bonn, plädierte in seinem Statement für europäische Regulierung mit Maß, die in den Ländern bewährte Strukturen nicht zerstört. Er sei sehr wachsam, dass das Institut der Beleihung auf euro­päi­scher Ebene nicht dem Preiswettbewerb und damit die Quali­tät geopfert wird. Seine Worte in Ehren!

Der schweizerische CLGE-Präsident Maurice Barbieri lenkte die Aufmerksamkeit in seinem Grußwort auf einen bei uns noch au­­ßer­halb ernsthafter Überlegungen liegenden Aspekt eines künf­­tigen 3-D-Katasters. Im Rahmen des Projektes »3-D-Eigentums­kataster« erarbeiten die amtliche Vermessung und das Grundbuch in der Schweiz gemeinsam ein Konzept, wie Stockwerk­eigen­tum (Wohnungseigentum) und andere vergleichbare ding­liche Rech­te in Zukunft in ihrer vertikalen Ausdehnung drei­di­mensional dokumentiert werden sollen. Somit war man auf das Kongress­thema eingestimmt.

Ein in mehreren Vorträgen angesetztes Thema war das mitt­lerweile in aller Munde befindliche BIM (Building Information Mo­deling). Dr. Ilka May gab im Einführungsvortrag einen um­fas­­sen­den Überblick und näherte sich zumeist anhand von Bei­spielen des BIM-Einsatzes bei der Bahn dem Thema: »Wir machen jetzt BIM.« Ein Bauherr erhält in die­sem System zusätzlich zum Bauwerk alle di­gitalen Da­ten, damit diese über den gesamten Le­benszyklus des Bauwerks von allen Beteiligten für Planung, Rea­li­sierung, Dokumentation, In­be­triebnahme und Betrieb ge­nutzt wer­den können.

Prof. Dr. Christian Clemen von der HTW Dresden zeigte folgend, wie mittels BIM Architekten in die Lage versetzt werden können, ein derart geplantes Haus anhand der in das Mo­dell impor­tierten ALKIS®-Daten zu platzieren, wobei ei­ne Ampel mit Rot warnt, wenn die im System aus den programmierten Berechnungsregeln abgeleiteten Abstandsflächen überschritten werden. So wurde dem Berufsstand stärker als bis­her ge­schehen vorgeführt, dass man sich in dieses Zukunfts­thema einbringen muss, um nicht am Ende des Tages Geschäftsfelder einzubüßen ...

 

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Martin Ullner

Dipl.-Ing.
Martin Ullner

FORUM-Redaktion
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Frank Reichert

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Frank Reichert

BDVI-Geschäftsstellenleiter Brandenburg, Meckl.-Vorp., Sachsen-Anhalt
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